Das Alte geht zu Ende, etwas Neues beginnt. Es gilt, „über die Bücher zu gehen“.

In Beruf und Privatleben treten Situationen in den Vordergrund, die wir bisher der Sicherheit oder Bequemlichkeit halber hinnahmen, die jedoch, bei Licht betrachtet, unbefriedigend sind. Wir erkennen klarer als sonst, was eigentlich nicht sein dürfte. Vielleicht haben wir sogar das Gefühl, äußere Umstände würden uns geradezu mit dem eigenen „Mist“ konfrontieren. Vielleicht kommt am Arbeitsplatz und/oder im Privatleben alles zum Stillstand, Beziehungen trocknen aus – kurz gesagt: In vielen Lebensbereichen scheint Sand ins Getriebe geraten zu sein. Wenn wir genau hinschauen, erkennen wir, dass alles, was uns uns bisher viel Mühe bereitet hat, eigentlich schon längst hätte verändert werden müssen.

Sofern wir die Mühsal dieser Zeit als Fingerzeig für eine Umstrukturierung unseres Lebens akzeptieren können, haben wir vielleicht den ersten Schritt gemacht? Für all jene, die von den aktuellen Einschränkungen besonders betroffen sind, besteht der Sinn möglicherweise darin, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben. Äußere Sicherheiten und materielle Werte bieten nicht mehr so viel Halt und fordern dadurch auf, neue Lebenskonzepte zu erstellen.

Je besser wir unser Leben bereits in den vergangenen Jahren auf unsere wahren Bedürfnisse ausgerichtet haben, desto ruhiger wird diese Zeit wahrscheinlich verlaufen. Je mehr an „altem Gerümpel“ vorhanden ist, desto größer könnte die Heraus- bzw. Anforderung an uns sein. In dieser Übergangszeit haben wir Gelegenheit „sauberen Tisch“ zu machen. Es beginnt gewissermassen eine neue Runde unseres Lebens, für die wir jetzt den Rahmen setzen können, sollten, müssten…?!

Die wichtigste Frage, die wir uns stellen können lautet: „Mit welcher Motivation und wofür möchte ich Veränderungen durchführen?“ Damit die Kräfte in die gewünschte Richtung fließen, sollte der eigene Ehrgeiz einem übergeordneten Motiv folgen. Persönliche Ziele sollten so gestaltet werden, dass sie die Interessen einer Gemeinschaft mit einschließen, so dass alle Beteiligten profitieren. So finden im besten Fall tiefgreifende Veränderungen zum Besseren statt – für uns selbst und für unsere Mitmenschen.

„Konzentriere nicht all Deine ganze Kraft auf das Bekämpfen des Alten, sondern darauf, das Neue zu formen.“ (Sokrates)