Blut ist ein ganz besonderer Saft. Seit jeher verbindet man es mit dem Leben selbst, denn ohne Blut wäre das menschliche Leben auf der Erde nicht vorstellbar.

Sogar in der heutigen Zeit, in der die Wissenschaft den besonderen Saft weitgehend entzaubert hat, in der Blutanalysen, -konserven und -transfusionen zum medizschen Alltag gehören, hat sich das Blut sein Geheimnis bewahrt.

Das menschliche Blut spielt nicht nur für den physischen Körper, sondern – über die Blutausstrahlung – auch für den seelisch-geistigen Bereich eine entscheidende Rolle. Außerdem wir die große Bedeutung unserer Ernährung für die innere Entwicklung deutlich. Denn aus dem, was wir essen, bildet sich das Blut.

Weshalb isst man?

Niemand wird mit der Antwort zögern, dass wir uns ernähren, weil unser Körper Nahrung benötigt, um zu funktionieren. Genauer gesagt: Er braucht energetischen Kraftstoff (Kohlenhydrate & Fett) um die Bewegung des Körpers zu ermöglichen, die Körpertemperatur aufrechtzuerhalten und um die Stoffe für Aufbau und Erhaltung (Proteine & Mineralien) bereitzustellen, die dem Wachstum und dem Gebrauch der Organe dienen. Die Ernährung unseres Organismus ist eine lebenswichtige Aufgabe. Aber ist das der einzige Grund?

Die Ernährung kann zum Beispiel auch ein therapeutisches Ziel haben

„Die Nahrungsmittel sollten deine Medikamente sein“ empfiehlt Hippokrates, ein Urahn der Medizin. Die Vorbeugung ist ein anderes Feld, auf dem die Lebensmittel eingesetzt werden können.

Zahlreiche Krankheiten werde durch unangepasste Ernährung verschlimmert, wie zum Beispiel die Zuckerkrankheit oder Leberprobleme. Andere Krankheiten werden direkt durch Fehlernährung verursacht. Wählt man die Lebensmittel überlegt aus, indem man spezielle Nahrungsmittel, die Beschwerden verursachen, weglässt und die fehlenden wieder hinzufügt, ist es möglich, eine wirkungsvolle Krankheitsvorsorge allein durch eine entsprechende Ernährung zu betreiben.

Wenn die Mehrzahl der Menschen isst, um zu leben, so lebt eine Minderzahl von ihnen, um zu essen. Die ursprüngliche Freude am Essen verwandelt sich in Essgier. Die Lebensmittel werden nicht mehr genossen, um den Körper zu ernähren, sondern um Begierden zu befriedigen.

Die geistigen Ziele der Ernährung

Die Ernährung kann auch ein höheres Ziel haben. In diesem Falle ist sie darauf ausgelegt, dem Geist bestimmte Voraussetzungen für sein irdisches Wirken zu schaffen. Es ist gebräuchlich für eine kürzere oder längere Zeit eine Fastenzeit durchzuführen. In der Medizin ist wohlbekannt, dass Fasten oder enthaltsame Diäten eine reinigende Wirkung haben. Physisch wird diese Reinigung in folgender Weise wirksam.

Wenn ein Organismus nicht mehr die Nahrungsmittel, die er benötigt, von außen erhält, entnimmt er sie seinem eigenen Gewebe durch Autolyse. Die Autolyse ist ein innerer Verdauungsprozess, der durch körpereigene Enzyme realisiert wird. Wörtlich bedeutet Autolyse (lyse) von sich selbst (auto).

Die unwesentlichsten Gewebe werden als Erstes autolysiert. Vor allem die Rückstände des Stoffwechsels (die Gifte) und die kranken Gewebe (Zysten, Fettablagerungen, Tumore), die zuvorderst selbstverdaut werden. Die gesunden Gewebe werden erst in zweiter Linie betroffen. Herz und Gehirn ebenso wie die lebensnotwendigen Organe werden sozuagen nicht von der Autolyse erfasst.

Die Autolyse „verbrennt“ also die Gifte und kranken Gewebe und führt eine Säuberung des Organismus herbei. Das Blut wird gereinigt und die Organe von belastenden Schlacken befreit. Die Folge davon ist die Heilung vieler Beschwerden, die durch diese unerwünschte Anhäufung von Giften verursacht oder aufrechterhalten werden.

Gleichzeitig findet mit dieser Reinigung des Organismus auch eine Reinigung auf der Gemütsebene statt, indem sie die fünf Sinne schärfen. Die Gedanken klären sich, die Urteilsfähigkeit verfeinert sich und der Geist öffnet sich für Intuitionen und für plötzlich aufblitzende Warnungen. Besserungen und Heilungen von Depressionen sind in Fastenperioden ebenfalls beschrieben worden

Tatsächlich liegt die Überlegung nahe: Wenn sich eine kurze Periode der Enthaltsamkeit schon günstig auf die Geisteshaltung auswirken kann, so müsste eine weniger strenge, aber für längere Zeit, vielleicht für das ganze Leben angewandte Form der besonderen Ernährungsweise erst recht vorteilhafte Auswirkungen haben.

Der Einfluss des Fleisches

Ein starker Verzehr von Fleisch verstärkt den Sexualtrieb, macht aktiver, erregbarer, sogar agressiv bis gewalttätig. Im Gegensatz dazu ist bekannt, dass eine Ernährung ohne tierisches Fleisch die Verbindung zwischen Geist und Körper lockert. Die Selbstkontrolle und die Beherrschung der (Ego)Wünsche und (Ego)Antriebe werden erleichtert. Ein Offensein für höhere Dinge wird begünstigt.

Ernährung und geistiges Leben

Die Möglichkeiten, das spirituelle und psyschische Leben durch die Ernährung zu beeinflussen, sind so gut bekannt, dass die Okkultisten nicht zögern, sie in Verbindung mit bestimmten Technicken einzusetzen, um die Entwicklung spezieller fähigkeiten zu begünstigen: Hellsichtigkeit, Verbindung mit Geistern, Erleuchtungen, Visionen.

Schon immer wurde die Nahrungsaufnahme auch eingesetzt, um geistige Ziele zu erreichen. Bisher hat noch niemand klären können, ob sich die Nahrungsaufnahme auf den Geist auswirkt und warum die Reinigung des Körpers eine Reinigung des Innenlebens mit sich gebracht haben soll. Allerdings bietet eine gute Ernährung dem Gehirn alle Mineralien und Vitamine, die es benötigt und die Reinigung des Blutes verbessert den Kreislauf und die Sauerstoffaufnahme des Gehirns. Es geht also darum herauszufinden, wie etwas Materielles wie die Ernährung etwas Immaterielles wie die Seele beeinflussen kann.

Um eine Antwort zu finden und um über das Verhältnis zwischen Ernährung und Geist Klarheit zu gewinnen, müssen wir zuallererst einmal genau wissen, was dieser Geist ist, an den man herankommen will.

Teil 2:   “Was ist der Geist?” folgt in Kürze…

Quelle: Entschlüsselung des Lebens, Christopher Vasey, Naturheilpraktiker
Das Blutgeheimnis. ISBN: 9781999021542